Fahrzeug-Regelung

Neben Komfort und Sicherheit wird einer der wesentlichen Vorteile des automatisierten und vernetzten Fahrens durch eine Verbesserung der verkehrlichen Effektivität erwartet. Mit der Implementierung kooperativer Regelungsstrategien auf Fahrzeug-Ebene lassen sich die Kapazitäten der vorhandenen Infrastrukturen erhöhen und diese wesentlich effizienter nutzen, indem die verschiedenen Verkehrsteilnehmer besser koordiniert sind. U.a. sollen so beispielsweise Stauquellen durch kooperativere und vorausschauende Fahrzeugführung reduziert werden.

Die VERONET-Fahrzeugregelung beschreibt das notwendige Fahrverhalten von individuellen Fahrzeugen, damit sich die verkehrliche Wirkung verbessert, ohne bei den individuellen Bedürfnissen der einzelnen Verkehrsteilnehmer allzu sehr zurückstecken zu müssen. Die Fahrzeugregelung gliedert sich dabei nahtlos in das VERONET-Regelungskonzept ein.

Dabei handelt es sich u.a. um

  • Regelungsverfahren zur sicheren und Verkehrs- und Energie-effizienten Annäherung und Passage von Kreuzungen in Kombination mit der VERONET-Knotenregelung,
  • Regelungsverfahren zur dezidierten Koordination verschiedener Fahrzeuge (wie z.B. Platooning),
  • vorausschauende Regelungsstrategien zur Fahrzeugführung unter Nutzung von Informationen aus V2V- und V2X-Kommunikation.

Die Implementierung der VERONET-Fahrzeugregelung erfolgt

  • in Form von erweiterten Fahrerassistenzsystemen (ADAS) und automatisierten, vernetzten Fahrzeugen oder
  • durch passende Vorgabe von Regelungsstrategien und Regelungszielen mit entsprechenden Roadside-Units über V2X-Kommunikation.

 

Eigenschaften und Vorteile

  • Prädiktive Regelungsstrategien für die Umsetzung von kooperativem Fahren zur Verbesserung der Verkehrsqualität
  • Drastische Reduzierung der Komplexität des gesamten Verkehrsproblems durch die Modularisierung in einheitliche Kontrolleinheiten, welche sehr viel einfacher handhabbar sind
  • Situationsadaptive Regelung für bessere Akzeptanz und Wirksamkeit
  • Ermöglichung der Umsetzung von individuellen Strategien und Regelungszielen
  • Bestmögliche Ausnutzung der individuellen Möglichkeiten jedes einzelnen Fahrzeugs für die Verbesserung des Verkehrsflusses
  • Einsatz von (selbst-)lernenden Verfahren für eine laufende Verbesserung der Regelungsfunktionen
  • Die dezentrale Architektur von VERONET ermöglicht es, bestehende Netzwerke einfach zu erweitern und verschiedenste Implementierungsszenarien zu realisieren, bei welchen neue VERONET-Objekte auch mit vorhandenen, traditionellen Regelungen gemischt werden
  • Ausnutzung aller Möglichkeiten der V2V und V2X-Kommunikation
  • Ausgereifter, hinterlegter Entwicklungsprozess erlaubt eine realistische Effektivitätsbewertung und Beurteilung der verschiedenen Regelungsstrategien