Anforderungsmanagement

Eine der wesentlichen Schwierigkeiten bei der „intelligenten“ Verkehrsregelung sind die oft unbekannten und widersprüchlichen Zusammenhänge und Abhängigkeiten in den Zielgrößen und Anforderungskriterien. Für den Einsatz von optimierten Verkehrssteuerungsverfahren ist die klare und konsistente Definition der Regelungsziele aber entscheidend für die resultierende Funktionalität. Widersprüchliche und konfliktträchtige Anforderungen führen meist zu beträchtlicher Erhöhung der Kosten bei gleichzeitig geringerer Funktion und Leistungsfähigkeit. Deshalb ist eine Identifikation und Quantifizierung der Anforderungskonflikte mit dazugehörigen Management und Prozessen bereits in der Phase der Systemspezifikation von höchster Priorität.

Der Lösungsansatz von ANDATA zur Verkehrsregelung bietet einen Prozess mit dahinterliegenden Softwarewerkzeugen und Methoden für ein aktives Anforderungsmanagement für „intelligente“ Verkehrslösungen. Darunter versteht man, dass klar definiert und festgelegt wird

  • welche Steuerungsaktionen wann und wie
  • in welchen Verkehrs- und Umweltsituationen
  • auf Basis welcher Sensoren und Informationen

angesteuert werden sollen. Diese Funktionsanforderungen werden mit beispielhaften Daten aus realen Messungen oder Simulationen hinterlegt. Die Daten bilden dann die Basis

  • für eine beispielbasierte Systemspezifikation,
  • für eine schnelle Identifikation der Anforderungskonflikte und
  • für die direkte Vorgabe der Trainingsziele der Regelungsfunktionen.

Dabei werden mit speziellen Simulationsverfahren sowohl die Wunschaktionen mit alternativen Handlungsoptionen in Bezug zu den resultierenden Verkehrsgrößen und Bewertungskriterien mit den Sensordaten gesetzt und damit die quantitativen Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Regelungszielen und Kriterien dargestellt.

 

Eigenschaften und Vorteile

  • Quantifizierung der Zusammenhänge zwischen Anforderungs- und Zielkriterien für die Verkehrsregelung.
  • Schnelle und frühzeitige Identifikation von Anforderungskonflikten mit Darstellung der Möglichkeiten zur Auflösung.
  • Direkte Grundlage für die Spezifikation und Auslegung der Regelungsmodelle.
  • Verhinderung von extensiven und ausufernden Trial-and-Error-Szenarien.
  • Ermöglicht kontrolliert iterative Verbesserung der Regelungsergebnisse und systematischen Aufbau von Know-How über die verkehrlichen Zusammenhänge der Stadt.